Jesus’ junge Garde - Die christliche Rechte und Ihre Rekruten
Unter diesem Titel sendete ARD gestern um 23:49 Uhr (eigentlicher Sendeplatz wäre 23:30 Uhr gewesen, aber Sportschau hatte überzogen) eine Reportage über die Bewegung “The Call” und ihre Auswirkungen hier in Deutschland. The Call - Berlin war 2003 eine Großveranstaltung vor dem Brandburger Tor. Es wurde damals aufgerufen zu einem landesweiten Fasten- und Gebetstag für Deutschland und tausende in allen Altersklassen - aber vor allem Jugendliche - kamen nach Berlin und nahmen daran teil.
Ich war auch dort und fand diesen Tag sehr positiv. Nicht einfach nur, weil es ein Großevent war und man da vielleicht ein bisschen “emotional angestachelt” wurde. Es war wirklich ein Tag der Demütigung vor Gott, des Fastens und des Betens für Deutschland. Eine sehr gute Sache.
Aus dieser Veranstaltung formierte sich um den Prediger Ben-Rainer Krause eine Jüngerschaftsschule namens “Holy Revolution School”. An mehreren Wochenenden im Jahr und besonderen Veranstaltungen werden Jugendliche ab 12 Jahren zu Jüngern ausgebildet. Sie lernen Nachfolge Jesu radikal zu leben. Dazu gehört auch, dass ihnen die Praxis der Straßenevangelisation, des Predigens und zum Beispiel des Betens für Heilung beigebracht wird.
Die Bewegung “The Call” kommt ursprünglich aus den USA und legt eine große (manchmal extreme) Betonung auf persönliche Heiligung. Typisch für diese Bewegung sind Gebet, Fasten ein hohes Engagement in der Veränderung der politischen Situation in ihrem Land.
Soweit mein kurzer Überblick über “The Call” und “Holy Revolution School”. Wer weitere Info’s haben möchte, klicke einfach auf die Namen. Darunter sind Links zu den Seiten der Organisationen verborgen.
Jetzt aber zu der Reportage von gestern Abend. Verantwortliche für diese Reportage zeigte sich unter anderem Tita von Hardenberg, welche sonst de Sendung POLYLUX auf ARD moderiert. In einem Interview mit ihr las ich vor der Ausstahlung der Sendung schon folgendes:
VIVA: Wächst diese Bewegung [TheCall, Anmerkung T. Götze] auch in Deutschland?
von Hardenberg: Ja, sie hat einen ungeheuren Zulauf. Die Betgemeinschaft “The Call”, die wir begleitet haben, bekommt bei ihren ekstatischen religiösen Events bis zu 30.000 Leute zusammen, die dann gemeinsam beten, tanzen und in Trance fallen - eine Stimmung wie auf dem Rockkonzert.
oder ein weiteres Zitat:
VIVA: Was würden Sie tun, wenn Ihre eigenen Kinder sich “The Call” anschließen würden?
von Hardenberg: Ich würde versuchen, das zu verhindern.
Das ganze Interview findest du hier.
Ich hatte mich also schon auf einige negative Überraschungen eingestellt.
[FORTSETZUNG] –> Insgesamt war die Sendung geprägt von einer Berichterstattung, die fairer war, als ich es erwartet hatte. Trotzdem gab es einige sehr grobe Entgleisungen innerhalb der Sendung. Erstens empfand ich, dass sehr vieles einfach unfair zusammengeschnitten wurde. Zweitens kam mir der Vergleich zwischen “TheCall USA” und “TheCall Deutschland” sehr übertrieben vor. Drittens gab es Kommentare während der Reportage wie die folgenden:
Die Methoden mit denen ‘The Call’ die Schüler geistig formt sind einfach. Das intensive Gruppenerlebnis gepaart mit körperlich erfahrbarer Spiritualität und mentaler Indoktrinierungen. Eine Methode die zum Teil von Gehirnwäsche nicht zu unterscheiden ist.
Für nächstes Jahr hat die evangelikale Bewegung das Berliner Olympiastadion gemietet. Sie will es füllen mit enthusiastischen Sinnsuchern. Jung, hingebungsvoll und beeinflussbar.
Letzteres war Übrigens der Abschlußkommentar der Reportage, welcher vor dem Abspann gesagt wurde.
An Stelle von “TheCall Deutschland” hätte ich dem Fernsehteam einige Aufnahmen nicht erlaubt. Fernsehaustrahlungen von mehr oder weniger intimen Gebetszeiten müssen einfach nicht sein. Ich war schon froh, dass nach der Erwähnung des “ekstatischen Phänomens” Zungenrede nicht auch noch jemand gezeigt wurde, der dies lautstark tut. Das wäre mir dann doch zuviel Offenheit gegenüber den Reportern gewesen. Es war auch mein Empfinden, dass die Medienvertreter hier das Vetrauen von Ben-Rainer Krause und “TheCall Deutschland” sehr ausgenutzt haben. Klar haben wir Pressefreiheit und Meinungsfreiheit. Aber insgesamt war mir die Reportage einfach zu polemisch und stand ganz in der Tradition anderer unfairer Berichter über die BGG Suttgart oder zum Beispiel den Weltjugendtag. Okay, beim Weltjugendtag war es das ZDF, welches äußerst unseriös berichtete. Aber beides sind die “Öffentlich Rechtlichen”, welche leider im Niveau immer mehr abdriften um Zuschauer zu kriegen.
Ich glaube, dass trotz aller Mißverständnisse und trotz aller negativen Kommentare Gott diese Reportage gebraucht hat, um gestern Abend Evangelium zu verkündigen.
Nachtrag 17.11.2005, 23 Uhr:
Im Laufe des Tages hat Gott mir gezeigt, dass ich mit der unkommentierten Veröffentlichung der obigen Zitate aus der Sendung dazu beitrage Lügen zu verbreiten. Da das nicht meine Absicht war, möchte ich hiermit betonen, dass die Art und Weise wie “TheCall Deutschland” und die “Holy Revolution School” in dieser Reportage dargestellt wurden sehr an der Realität vorbeigeht und sehr viele Dinge von den Reportern einfach falsch interpretiert wurden. Sei es aus purer Absicht oder aus Unwissenheit. Die Darstellung ist auf jeden Fall falsch!
Heute habe ich mit meinem Patenkind (man kann auch Täufling sagen) gesprochen. Er ist als Jugendlicher getauft wurden und nimmt seit einiger Zeit regelmäßig an den Veranstaltungen der Holy Revolution School teil. Er erzählte mir, dass einige Leute von der School für das Kamera- und Reporterteam gebetet hätten. Sie baten unter anderem für Sicherheit für ihre Jobs. Wenn ich richtig informiert bin, so erfuhren sie am nächsten Tag, dass das Gebet erhört wurde. Was die Beter nicht wußten, die Jobs des Teams waren wohl tatsächlich in Gefahr. Laut dem Bericht von T. war die Firma, bei denen die Reporter angestellt waren, pleite und es hatte sich kurzfristig ein neuer Geldgeber für dieses Projekt gefunden. Schade, dass sowas nicht in der Reportage erwähnt wurde. Die Gefahr, dass damit die Realität Gottes ein wenig mehr in die Wohnzimmer der Zuschauer gekommen wäre, war wohl zu groß…
Popularity: 23% [?]





































Friday, 18. November 2005 0:39
Die Reportage wurde diese Nacht um 3:10 wiederholt. Leider habe ich davon erst jetzt erfahren…
Ich habe sie also nicht gesehen, trotzdem spricht dein Eintrag Bände. Ich sehe das ganze allerdings nicht ganz so positiv wie du und denke das Bild was in den Medien vermittelt wird, ist genau dass, mit dem man in Gesprächen dann wieder konfrontiert wird (”Du bist ja auch so einer”). Manchmal verstehe ich wirklich nicht, warum auf der einen Seite von Jugendlichen gefordert wird, sich zu Werten zu bekennen und schon tut es jemand (und lebt seinen Glauben), ist das Geschrei groß.
Was machen die Leute denn? Sie geben weiter, was sie selbst positiv erleben. Wahrer Glaube kann nicht gedrillt oder indoktriniert werden, er wird erlebt oder eben nicht.
Wir brauchen gerade Leute, die ein Fundament im Leben haben und nicht den flüchtigen Dingen nachhängen.
Friday, 18. November 2005 1:09
Jesus’ junge Garde
Jesus
Friday, 18. November 2005 1:15
hey tom … hier mal mein statement dazu. ich habe den eindruck dass du den beitrag sehr aus einer perspektive betrachtet hast, die Kritik und Unverstaendniss an Dingen, die dir sehr wertvoll sind, als persoenlichen Angriff auffasst. Ich hab den Beitrag nicht gesehen (wie auch) aber ich wuerde vermuten, dass er SO dargestellt wurde, wie die Leute die vom Redaktionsteam dort waren es erlebt haben. Fuer jemanden dem Dinge die dort abgegangen sind fremd sind, der kann durchaus seine Erlebnisse im Vergleich zu Sekten o.ae. setzen… immerhin lassen sich in der Art und Weise der Methodik ja Parallelen ziehen. Der Unterschied warum dir dies alles sehr unfair erscheint, ist, dass du DORT warst und emotional erlebt hast, wie positiv sich das Ereignis auf dich (und andere) ausgewirkt hat. Die Freaks selbst sind ja lange in die Naehe von Sekten gestellt worden und erst nach und nach, mit einem Serioeser-Werden der Bewegung und Bekanntschaft mit unserem Stil hat sich diese Meinung geaendert.
so long und gruesse
Friday, 18. November 2005 11:26
Hallo Tom (nochmal ich).
Du schreibst auch in deinem Nachtrag wieder davon, dass Dinge “einfach falsch interpretiert” wurden. Ich glaube falsch interpretieren gibt es nicht, da interpretation ja per definition bedeutet, dass man Erlebtes aus dem eigenen Hintergrund heraus verarbeitet, bewertet und einordnet. Insofern denke ich, haben die Reporter entweder (wie schon bei meinem ersten Kommentar) die Dinge so bewertet und praesentiert, wie sie sie erlebt haben oder aber sie haben bewusst falsche Informationen in die Reportage einfliessen lassen (was aber vorraussetzt, dass sie die richtige Seite gekannt haben)… was erscheint dir daran unmoeglich, dass sie die Dinge dort einfach genau so erlebt haben, wie sie es von ihnen im Beitrag geschildert wurde, dass du die Verwendung von Fehlinformationen (ob nur bewusst oder nicht) vermutest ?
Friday, 18. November 2005 21:26
Hallo lieber Tom!
Ich habe die Reportage 2x gesehen.
Als erstes möchte ich mich meinem Vorredner weitestgehends anschliessen!
Ich persönlich habe bei dieser Reportage viele gute Dinge entdecken können. Ja sie hat mich auch sehr bewegt/berührt. Mal von einigen “Einstellungen; Ansichten der Reporter & Nahaufnahmen” ganz abgesehen bleibt doch eins übrig: Viele haben es gesehen! Viele haben darüber nachgedacht! Viele haben gestaunt! Und bestimmt haben ganz viele gebetet. Wenn man jetzt mal alle “SORGEN”(Lukas 12.22) über die Darstellung/Auswirkungen/Folgen oder negativen Wirkungen weglässt. Was bleibt übrig???
Eine Reportage in der viele Menschen den Namen Jesus gehört haben. Den sie sonst um diese Uhrzeit an diesem Tag ohne diese Reportage im TV nicht gehört/gesehen hätten. Jetzt sollte es an uns sein & dem Herrn zu vertrauen u. im Gebet zu verharren (darüber, daß durch diese Reportage viele Menschen den Weg zum Vater finden werden!)
Preist den Herrn
Thomas
Friday, 18. November 2005 21:39
Mit Vorredner meinte ich den thoralf und das Zitat war:
Was machen die Leute denn? Sie geben weiter, was sie selbst positiv erleben. Wahrer Glaube kann nicht gedrillt oder indoktriniert werden, er wird erlebt oder eben nicht.
Wir brauchen gerade Leute, die ein Fundament im Leben haben und nicht den flüchtigen Dingen nachhängen.”
Friday, 18. November 2005 22:56
Hallo Thomas,
danke für Deinen Kommentar. Ja, da hast du recht. Viele sind trotz aller negativen Kommentare mit purem Evangelium konfrontiert wurden. Das Wort Gottes wird nicht ohne Auswirkungen bleiben!
Halleluja und Amen dazu!
Saturday, 19. November 2005 0:30
Schade Tom, dass du dir nicht die Muehe gemacht hast, meine Kommentare zu beantworten. so hart es klingt, aber letztlich ist es dann doch wohl einfacher den Leuten auf die Schulter zu klopfen die mit dir reden als moeglicherweise schwierige Fragen auszuhalten, oder. Ich will dir damit nicht unrecht antun, immerhin ist das hier ne sehr beschraenkte Kommunikation, aber schade finde ich es schon, dass meine Versuche, den Beitrag von der anderen Seite her zu betrachten keine (fuer mich wahrnehmbare) Ressonanz gefunden haben.
Saturday, 19. November 2005 0:45
Und du meinst, dass du durch deinen letzten (fast schon manipulativen) Kommentar erreichst, dass ich deine Kommentare schneller beantworte? Entschuldigung. Ich hab aus deinen Kommentaren nicht sofort herausgelesen, dass du eine Antwort erwartet hast. Okay, ich nehm mir jetzt die Zeit und beantworte deine beiden Kommentare.
Zu dem ersten Kommentar:
Hier hast du nicht wirklich etwas geschrieben, was eine Reaktion von mir forderte. Ich hab deine Meinung zur Kenntnis genommen. Aber okay, will ich mal drauf reagieren. Ich war nur 2003 bei dem Event “TheCall Berlin” dabei. Bei der “Holy Revolution School” war ich noch nie. Ich kenne aber ca. 6 Leute, die da teilgenommen haben bzw. immer noch Teilnehmer sind. Einer davon ist T. für den ich Taufpate bin. An diesen 6 Leuten, an ihren Berichten und an ihrer positiven Veränderung sehe ich, dass diese Bewegung nicht so ist, wie sie in dem Beitrag dargestellt wurde. Fair war, dass alle Wortbeiträge von interviewten Leuten scheinbar ungeschnitten ausgestrahlt wurden. Aber die Kommentare der “weiblichen Stimme aus dem Off” waren oft ziemlich zynisch. Und ich fand den Vergleich zwischen “TheCall USA” und “TheCall Berlin” einfach zu heftig. Die in Deutschland sind schon noch reichlich anders, als die in den USA und ich merke, wie Ben Rainer Krause und sein Team sich darum bemühen, nicht einfach nur einen weiteren amerikanischen Trend zu importieren. Die Bewegung hier hat ihren völlig eigenen Stil, auch wenn sie sich in ihrem Fundament gleich sind. Ist ja logisch, wenn das Fundament Jesus ist.
Aus der Reportage hörte ich jedoch folgende Dinge heraus:
- Evangelikale Christen sind fundamentalistisch wie Moslems.
- Sie verführen eure Kinder zu Keuschheit, Trance und Halleluja.
- Liberale Theologen sind die besseren Christen, auch wenn sie zugeben, dass TheCall eher den Nerv der Jugendlichen treffen. Aber ihnen ist wenigstens die Theologie wichtig. [Fragt sich nur, wie die aussieht. Historisch kritische Theologie. Für die Tonne noch zu schade. Hab hier inzwischen genug darüber gehört, um das sagen zu können.]
- TheCall bildet Teens und Jugendliche zu Missionaren, Heilern und letztendlich Märtyrern aus.
- TheCall macht sich die leichte Beeinflußbarkeit der Jugendlichen zu Nutze.
Soweit die Negativstimmen. Positiv kam dabei rüber, dass Menschen während den Interviews ganz klar über - “Jesus, seinen Tod am Kreuz und was das mit uns zu tun hat” - gesprochen haben. Leute haben von Veränderungen in ihrem Leben erzählt. Ein Religionslehrer, Vater einer Teilnehmerin, bemerkte, dass seine Tochter trotz aller radikalen Veränderungen auf dem Boden geblieben sei.
Trotzdem bleibt während der ganzen Reportage so ein fauler Nachgeschmack. Und wie ich in meinem Nachtrag geschrieben habe, dass Kamerateam hat dort auch positiv Gottes Wirken erlebt. Das wurde nicht erwähnt.
Dieser kritische Beitrag war trotzdem gut. Denn wenn diese Bewegung in den buntesten Farben dargestellt wurden währe, hätte ich mich wahrscheinlich ebenfall gefragt, was da faul ist. Ein Stück “Verfolgung” gehört nunmal dazu. Wobei das ja wirklich eine der harmlosesten Varianten von Verfolgung ist. Christen in Pakistan, Indonesien, Ägypten, Nordkorea oder China würden wahrscheinlich denken, ich mache einen schlechten Scherz, weil ich das als Verfolgung bezeichne. Recht haben sie. Und doch ist es eine sanfte und hinterlistige Art der Verfolgung.
Zu deinem zweiten Beitrag:
Ich kann nicht in den Kopf der Leute schauen. Vielleicht habe ich mich mit der Unterstellung bewußt falsche Info’s zu säen etwas zu weit aus dem Fenster gelehnt. Ich bin schon so sehr indoktriniert, manipuliert und durch Verzückung nicht mehr zurechnungsfähig, dass ich die dort erlebten Szenen nicht mehr so objektiv sehen kann, wie es das Reporterteam getan hat.* Okay, okay. Objektiv ist keiner. (Außer Gott vielleicht?) Aber ich fand, die haben wirklich übertrieben mit ihren Aussagen und einige uninformierte Eltern könnten durchaus denken, ihr Kind wäre in einer Sekte gelandet bzw. steht in der Gefahr in einer Sekte zu landen, wenn es sich ein bisschen intensiver mit Jesus auseinandersetzt.
Einen schönen Beitrag über die Reportage fand ich bei Jesus.de:
ARD-Doku »Jesus’ junge Garde«: Tanz auf schmalem Grat
Okay, erstmal genug von mir. Warte jetzt wieder auf deine Reaktion.
PS.: Ein bisschen Unrecht hast du mir mit deiner Reaktion wirklich getan. Nur leider sieht man im Internet nie die Gestik und Mimik des anderen und hört auch nicht, wie das Gesagte betont wird. Deshalb kann man da viel reininterpretieren. Ich hab beschlossen, mich nicht angegriffen zu fühlen, weil ich eben nur etwas Geschriebenes gesehen habe. Aber vielleicht schreibst du mir das nächste Mal etwas weniger frustriert?!
Und bitte halt das jetzt nicht für belehrend. Ich mag es net, wenn Leute diese Haltung in Texte von mir reininterpretieren. Es ist nicht meine Absicht zu belehren. Ich teile nur meine Meinung mit und mein Gegenüber darf gern eine andere haben und diese auch behalten. Mir ist der Austausch wichtig und nicht das Überstülben meiner Meinung.
Tom
Kannst du eigentlich Umlaute und “sz” in Sarajevo lesen? Soll ich das nächste Mal ohne schreiben?
——————————————
#############################
——————————————
*Nicht wortwörtlich so gemeint. Hilfe, jetzt schreib ich auch schon zynisch. Geht ganz schön einfach. Mist….!
Saturday, 19. November 2005 9:57
Tach Tom, nett das du doch reagiert hast …
In bezug auf Manipulation hier mal die Definition von Wikipedia, nur um zu verdeutlichen das mein zweiter Eintrag ausschliesslich der Kommunikation meiner Enttaeuschung diente:
“Der Begriff Manipulation (lat. Handgriff; Kunstgriff) beschreibt die gezielte Einflussnahme - in psychologischer Hinsicht sämtliche Prozesse, welche auf eine Steuerung des Erlebens und Verhaltens von Einzelnen und Gruppen zielen und diesen verborgen bleiben sollen.”
Ok, soviel zur Kruemelkackerei, aber, hey, ich hab Psycho studiert, da wird man so
Also, ich hab den Eintrag geschrieben (den ersten) weil ich versucht habe darzustellen, das Wahrnehmung immer unterschiedliche Standpunkte hat und das was du schilderst (naemlich die scheinbar absichtliche Denunziation von TheCall etc.) moeglicherweise wirklich nur daran liegen koennte, dass die Reporter es SO erlebt haben, dass hinter Kritik oder ungemuetlichen Vergleichen (musl. Fundamentalisten etc) nicht zwangslaeufig Verfolgung stehen muss, sondern einfach die Sichtweise einer Person auf eine Sache, die man vorallem positiv erlebt, wenn man drin steckt. Ich weis noch wie ich zum ersten Mal jemand erlebt habe der in Zungen gesprochen hat, das war echt strange obwohl ich da eigentlich schon davon wusste, dass es sowas gibt.
Ich persoenlich find es wichtig immer auch im auge zu haben, wie die Menschen die man, und sicher auch TheCall (oder?), erreichen will, die jeweiligen Aktivitaeten wahrnehmen… immerhin macht man es ja fuer sie, oder ? Was nuetzen die fettesten Events wenn die Zielgruppe damit voellig ueberfordert wird und aufgrund bestimmter Dinge (seien es Aeusserlichkeiten oder inhalte) so abgeschreckt werden, dass man sie gar nicht mehr erreicht.
Im Falle von TheCall kann ich mir durchaus vorstellen, dass kritische “weltliche” Personen durch bestimmte Details und Methoden an Fundamentalisten anderer Religionsgruppen erinnert werden und deswegen Vergleich anstellen. Und Vergleiche halte ich fuer legitim.
Ok, zu deiner letzten Frage, ja ich kann alle Schriftzeichen lesen, nur eben nicht schreiben (zumindestens nicht ohne mir die ganzen Windows-Tastenkombinationen merken zu muessen wie ich auf ner engl. Tastatur deutsche sonderzeichen schreibe)
Monday, 21. November 2005 2:54
..hmm.. (fast) offtopic.
Umlaute im Ausland.. das prob hatt ich auch schon mal..
wenn man “Einfluss” auf den “ausländischen” rechner hat.. da gibts verschiedene Strategien.. (kann man kombinieren)
duetschen tastaturtreiber nachträglich installieren.. unter win-API kann man das (einmal installiert) dann bei bedarf umschalten. Rechts unten im task-dings.. (ähnlich unter kde..gnome not tested)
..ggf. deutsche USB-Tastatur anstöpseln..
..das deutsche tastatur-Layout in so nem Fall im Kopf haben.. “ß” rechts über “p” rechts vom “p” ist “ü” — rechts von “l” sind erst “ö” dann “ä”–
..und für die rudimentäre “cmd-shell”: “keyb gr”. (sofern dieser alte dos-befehl unter modernen fenstern noch funzt.,.)
Tuesday, 22. November 2005 1:18
Hallo,
also zu dem Punkt Verfolgung gibts da dann doch noch was zu sagen. Wer sich in die Mitte stellt, wer zu viel ‘riskiert’ macht sich halt lächerlich. Und die ’spirituelle’ körperlich Erfahrung die man da machen kann äußert sich von Person zu Person verschieden. Labile Menschen regieren eher darauf, genauso wie Personen denen was im Leben fehlt. Ok, mein Beitrag kommt jetzt etwas unstrukturiert und zusammenhanglos daher, aber es gibt da einfach ein Paar Dinge die die ich echt nicht mehr hören kann. Der laube ist eine Sache. Wenn der stark genug ist brauche ich keine Kirche. Meine Kirche ist mein Freundeskreis und miene Familie. Wenn der Glaube aufrichtig und frei von Vorurteilen ist, ich darüberhinaus über einen gesunden Menschenverstand verfüge brauche ich keine Organisation wie ‘the call’ die mir sagen wie ich zu glauben habe. Dasd ganze beginnt in einem Selbst. Für mich sind Leute die solche Organsationen brauchen um sich in ihrem Glaben bestätigt zu fühlen die eigentlichen ‘verloren Seelen’. Und da darf ich das Mädchen aus dem Fernseh bericht zitieren: ‘Ich sehe mir so Menschen an und merke da fehlt was.’
Ok, sie hat das, in für mich erschreckender Weise, über Moslems gesagt. Aber verfl***t nochmal mit welchem Recht. Ehrlich gesagt fehlt bei den Leuten von ‘the call’ auch was.
Tuesday, 22. November 2005 8:28
Im Moment weiß ich nicht, was ich zu deinem Kommentar sagen soll. Wenn mir noch eine angemessene Reaktion einfällt, lass ich es dich wissen.
Ansonsten möchte ich deine Meinung erstmal so stehen und wirken lassen. Vielleicht gibt es ja noch Reaktionen darauf.
Gruß Tom
Tuesday, 22. November 2005 9:22
@carsten … ich kann deinem kommentar nicht ganz folgen, was meinst du mit “aber es gibt da einfach ein Paar Dinge die die ich echt nicht mehr hören kann” ?
Kannst du nochmal ausfuehren, worauf es dir genau ankommt und was du an TheCall seltsam findest, bzw. auch was es mit dem Kommantar bezueglich der Moslems auf sich hat.
Tuesday, 22. November 2005 13:49
Nachdem ich hier so nett mitgelesen hab, wollte ich auch mal meine Meinung dazu sagen.
1. Wenn jemand beim Zungenreden gefilm worden wäre dann wäre dieses nicht zu viel Offenheit gegenüber den Reportern gewesen. Sondern ganz klar eine Missachtung von dem was Paulus den Korinthern in 1.Kor 14 sagt. Und ich meine den Text:” Wenn nun die ganze Gemeinde an einem Ort zusammenkäme und alle redeten in Zungen, es kämen aber Unkundige oder Ungläubige hinein, würden sie nicht sagen ihr seid von Sinnen ?”, hat Paulus ja nicht umsonst geschrieben. Du weißt Tom das ist ein Part auf den ich besonders wert lege.
2. So wie ich weiß kann ich als Veranstalter in bestimmen was gesendet werden wird und welches Rohmaterial behalten wird. Das hat nichts mit Pressefreiheit zu tun. Wenn ich mit den Reportern vorher ausmache, das sie in meiner Wohnung filmen dürfen, da darf ich ihnen im gleichen Zug meine Bedingungen dazu nennen. Notfalls auch vertraglich festmachen. Ist die Veranstaltung allerdings in der Öffentlichkeit (also drausen) dann sollte ich mir einfach genauer überlegen was ich dort vom Stapel lasse.
3. Wenn Reporter zugegen sind dann kann (und sollte) ich ihnen jemand an die Seite stellen der sie im Vorfeld vorbereitet und ihnen Dinge erklärt sowie hinterher Fragen beantwortet. Es ist nun mal so daß unser Glaube in dieser Ausprägung für sie fast genauso fremd ist wie eine Marszivilisation. Und das sie in diesem Moment Vergleiche mit radikalen Muslimen ziehen heißt, entweder sie machen etwas mutwillig schlecht oder es hat zu wenig aufklärung gegeben.
4. Wenn du sagts: The Call Deutschland ist ganz anders als The Call USA, und es ist illegitim von dem Vorbild auf die Nachahmer zu schließen, dann muss ich dir sagen es stimmt nicht. The Call USA war als erstes da. Es ist das Vorbild. Die Leute die The Call Deutschland machen haben sich beußt in die Linie gestellt als sie den Namen übernahmen. Ich kann nicht sagen es ist unzulässig von der Heilsarmee UK auf die Heilsarmee Deutschland zu schließen. Klar gib es Unterschiede in der Mentalität und Praxis. Aber sie haben wie du sagts das gleiche Fundament.
5. zu deinen negativ Punkten.
- Evangelikale Christen sind fundamentalistisch wie Moslems.
Klar haben wir keine Selbstmord Attentäter aber den Glauben zum Fundament nehmen und das Leben drauf begründen. Stimmt doch.
- Sie verführen eure Kinder zu Keuschheit, Trance und Halleluja.
Kein Sex vor der Ehe. Umfallen im Hl. Geist. Lobet den Herren allezeit. Hm stimmt auch.
- Liberale Theologen sind die besseren Christen, auch wenn sie zugeben, dass TheCall eher den Nerv der Jugendlichen treffen. Aber ihnen ist wenigstens die Theologie wichtig.
Das ist die Meinung der Reporter aber zumindest geben sie zu das sowas wie TheCall Erfolg hat.
[Fragt sich nur, wie die aussieht. Historisch kritische Theologie. Für die Tonne noch zu schade. Hab hier inzwischen genug darüber gehört, um das sagen zu können.]
Das mag deine Meinung sein, allerdings glaube ich das dies ein Vorurteil ist. Und wirklich sagen kann man es nur wenn man mal historisch kritischer Theologe war. ( Dies ist allerdings der Kommentar eines Nichtbibelschülers und nicht Theologen.)
- TheCall bildet Teens und Jugendliche zu Missionaren, Heilern und letztendlich Märtyrern aus.
Zu was bildet The Call die Leute dann sonst aus. Wohl doch nicht zu wischiwaschi Christen oder?
- TheCall macht sich die leichte Beeinflußbarkeit der Jugendlichen zu Nutze.
Ja macht es. Macht aber Hiphop und Coca Cola genauso. Nicht umsonst gilt die Zielgruppe Jugendlicher in der Werbung als die erfolgversprechendste.
Letzten Endes treffen doch alle Punkte außer der Theologie zu oder ?
6. Zu deiner 2. Antwort auf Stan. Mal ehrlich glaubst du das jemand mit deinem Hintergrund mit deiner Erfahrung und deinem Wissen noch eine Veranstaltung wie TheCall mit die Augen von nichtchristlichen Reportern nachvollziehen kann?
7. @Carsten
Dein Punkt ist das din Leuten bei theCall etwas fehlt. Ich hab schon öfters Polylux Berichte gesehen von daher kann ich mir vorstellen welche Art von Menschen da gezeigt wurden.
7.1 Du fragt dich mit welchem Recht dieses Mädchen über Muslime urteilt. Mit welchem Recht urteilst du über die TheCall Leute?
7.2 Du sagtest:”Labile Menschen regieren eher darauf, genauso wie Personen denen was im Leben fehlt.” Ja das stimmt. Denn Gott ist gekommen um das Schwache stark zu machen (das Labile stabil). Und das Verlorende zu ihm zu führen.
7.3. Du sagtest: “Wenn der stark genug ist brauche ich keine Kirche. Meine Kirche ist mein Freundeskreis und miene Familie.
Es ist nur erstaunlich das solche Leute wie Paulus und Petrus die nun doch einen starken Glauben hatten nicht dieser Meinug waren. Und das die Urgemeinde beständig in der Lehre der Apostel in der Gemeinschaft und im Brotbrechen und im Gebet blieben.
Und Paulus meinte im 1.Kor 10,12 “Wer meint er stehe der sehe zu das er nicht falle.” Meine Gemeinde hat mich schon mehrmals vor dem Fall bewahrt. Deshalb habe ich eine Gemeinde obwohl ich mir meiner Stärke bewußt bin. Natürlich kann der Freundeskreis bzw. die Familie auch eine Art Gemeinde sein. Allerdings bringst du dich damit um viele Interessante Denkansätze und Ideen sowie Erlebnisse, da Freundeskreis und Familie doch meistens in ihrem Denken ähnlich sind und somit der geistigen bzw. geistliche Horizont etwas eingeschränkter. ( bitte nicht falsch verstehen.)
7.4 Du sagtest:”Wenn der Glaube aufrichtig und frei von Vorurteilen ist, ich darüberhinaus über einen gesunden Menschenverstand verfüge brauche ich keine Organisation wie ‘the call’ die mir sagen wie ich zu glauben habe.”
Hm welcher Glaube ist aufrichtig und frei von Vorurteilen? Warst du bei theCall? Oder bist du der Meinung das dieser 2 mal gesendete Bericht von nichtgläubigen Reportern dich zu einem qualifizierten Urteil über TheCall berechtigt? Wenn du die dritte Frage mit ja beantwortest dann hast du dich grade selbst widerlegt. Solltest du die dritte Frage mit nein beantworten verstehe ich deine weitere Argumentation nicht.
Ok das wars freue mich auf Antwort.
PS: dpkg-reconfigure locales
Tuesday, 22. November 2005 17:28
@frank:
bist du FB? oder ein anderer Frank?
(anhand deines PS würd ich auf FB tippen..)
Tuesday, 22. November 2005 18:20
Jep der bin ich.
Tuesday, 22. November 2005 20:16
Uhuhu, das ist ja ganz spannend hier. Da haben wir schon wieder die Frage nach dem Huhn und dem Ei, oder wer wirft hier den ersten Stein. Wer urteilt über wen, und warum, und überhaupt. Ok, Leute dieses Spiel ist lustig, aber wir drehen uns da im Kreis. Wir könne uns vielleicht darauf einigen, dass jedem Irgendwas fehlt. Mir also auch, wie dem Moslem oder dem ‘the call’-Jünger. Was mir nicht gefällt ist diese Haltung von ALLEN Seiten, so nach dem Motto ‘Wir sind die echten’. Ich glaube eher daran, wenn man mal etwas offener ist und sich auch die anderen Seiten anhört, versucht zu verstehen, und nicht immer nur ‘ab rein in Kopf, und das muss jetzt so sein’, also den Menschen als selbständig denkendes Wesen betrachtet, kommt man im Endeffekt weiter. Ok, das mag zwar alles utopisch sein, und vermutlich länger dauern, aber auf lange Sicht hat man mehr davon. Ich versuche hier nicht zu urteilen, weil ich diese oder jene Glaubensrichtung vertrete. Wie das ganze heißt ist mir letztendlich wurst.
Gut übrigens der Vergleich mit Coca Cola und Hip Hop. Wobei ich dagen muss, dass guter Hip Hop auch noch so was wie Ideale verbreitet, was Coca Cola im Übrigen nicht tut. Da gibt es so viel zu sagen zu dem Thema.
Gut fand ich übrigens, dass ‘the Call’ sich auf ihrer Webseite zu ihren Amerikanischen Kollegen distanziert haben. (Wobei ich dann ESBjörns Begeisterung für die Amerikanische Flagge, jetzt mal als Symbol in diesem Beitrag dann doch eher seltsam fand).
Ich bin momentan noch am recherchieren und will mir eine Meinung über diese ‘neue’ Art des christlichen Glaubens bilden. In meinem ersten Beitrag kam das alles sehr schwammig rüber, aber so wirklich begeistert bin ich bis jetzt nicht von ‘the call’ und den Ideen die dahinter stecken. Ok, jedem das seine.
Tuesday, 22. November 2005 20:19
Ach so, nochwas zu dem Eingeschränkt sein. Das ist auch immer so ein Punkt der mich stört. Ist im Prinzip dasselbes wie der Streit zweischen Landei und Städter. Der Stäadter sagt:’Du hast da in deinem Dorf viel zu wenig Input/Output. Du kannst da garnciht mitreden. Dein Blickwinkel ist zu eingeschränkt.
Das Landei sagt:’Alter, du kennst mein Dorf nicht’.
Ich sag immer noch: do it yourself. Auswendiglernen und Gedichte aufsagen kann jeder.
In diesem Sinne:
Knowledge is power - arm yourself
Tuesday, 22. November 2005 20:19
p.s.: Freu mich auf Antwort
Tuesday, 22. November 2005 20:21
Zu stan:
Der Kommentar mit den Moslems stammt nicht von mir. Das Mädchen aus diesem Beitrag hat das gesagt. Ich habs dann einfach nur rumgedreht. Sorry, bin nicht so der Wortjongleur.
Tuesday, 22. November 2005 20:33
@FB … hut ab Frank, deine systhematisch kritische Sichtweise find ich sehr gut. ordentlich strukturiert und ausgefuehrt und trifft das auf den punkt, was ich auch sagen wollte.
Tuesday, 22. November 2005 22:07
@Thomas, Frank, Stan, Micha und Carsten (Reihenfolge zufällig!)
Ich bin froh über diesen regen Austausch im Anhang an meinen Beitrag. Leider habe ich im Moment im Studium ziemlich viel zu tun. Da ich für meine Reaktion meinen Kopf ein wenig gebrauchen möchte, kann ich im Moment net so schnell reagieren. Also seht das net als Ignoranz oder Faulheit von mir an. Ich versuche mich spätestens am Wochenende um eine Antwort zu bemühen.
Gruß Tom
PS: Wer von euch die Sendung nicht gesehen hat, der kann sie bei Jesus.de im Forum unter folgendem Link runterladen:
Reportage, erster Teil
und hier die fehlenden 7:10 Minuten:
Reportage, zweiter Teil
Und außerdem möchte ich noch auf die offizielle Stellungnahme unter holyrevolution.de hinweisen, auf die sich Carsten in einem seiner letzten Kommentare bezog.
Wednesday, 23. November 2005 1:25
reportage erster teil: 124 MB.. zweiter Teil 24 MB.. sollt man vielleicht noch erwähnen..
Wednesday, 23. November 2005 2:42
hab mir die sendung nun angekuckt.
..hatte bissl probleme mit meinen playern.. aber ich habs hingekriegt..
)
(debian unstable ist halt “unstable”.. und außerdem is wmv ein “böses” format..
mein eindruck:
die sendung vermittelt unterschwellig die botschaft “nepper, schlepper, seelenfänger”
andererseits ists gut, sich das ma anzuschauen und zu überlegen, wo man im eigenen Leben ziemlich komische “christlichfromme” sachen macht, die möglicherweise nicht sein müssten..
(z.B. ist mir in der Sendung aufgefallen, wie “cristokanaanäisch” die Leute teilweise reden..
desweiteren versteh ich nicht ganz, warum der eine Ammi immer solche Bewegungen machen muss, als hätte er Hospitalismus.. man hat doch normalerweise beim predigen/beten/überhaupt volle Kontrolle über den Körper..)
lustich fand ich, dass da ab und zu JF-Merchandise war.. product placement? schleichwerbung?
für ne Sendung auf den öffentlich-rechtlichen hätts nach meinem Geschmack ruhig ein wenig objektiver und nicht so “subtil dagegen” sein dürfen..
Wednesday, 23. November 2005 8:45
@Micha : “für ne Sendung auf den öffentlich-rechtlichen hätts nach meinem Geschmack ruhig ein wenig objektiver und nicht so “subtil dagegenâ€? sein dürfen..”
Vielleicht sollte “man” im allgemeinen davon wegkommen Informationen als Absoluta zu verstehen. Ich kenn den Beitrag nicht, aber letztlich ist er doch ausschliesslich Produkt der Reporter und Redakteure und spiegelt demzufolge maximal deren Meinung wieder. Ich bin mir natuerlich im klaren darueber, das dies laengst nicht jeder so kritisch hinterfragen und ggf. distanziert betrachten kann.
Tuesday, 29. November 2005 18:17
Arbeite gerade an einer Reaktion. Geduld, Geduld…
Danke!
Tuesday, 29. November 2005 21:18
[…] hier klicken Die sendung kann man sich nachträglich ankucken.. 2 links dazu in den Kommentaren des blogs.. .wmv.. ca. 150 MB insgesamt.. aber ca. 40 min. […]
Wednesday, 30. November 2005 10:26
Meine Antwort auf Frank’s Beitrag:
Was ich geschrieben habe wird jeweils kursiv angezeigt!
Zu 1. Zum Thema Zungenrede/Zungengebet:
Wenn ich mich als Kamerateam direkt vor jemanden hinstelle, während dieser mit geschlossenen Augen betet und in Zungen betet und ihn/sie dabei filme und per Mikrofon aufnehme, dann hat das nix mit 1. Korinther 14 zu tun. Bedenke den Unterschied zwischen Gebet für dich privat und öffentliche Zungenrede, welche ausgelegt werden muss. Aber zum Glück ist das nicht geschehen!
Zu 2. Pressefreiheit / Öffentliche Veranstaltung:
Ich habe keine Ahnung, wie das im Fall von TheCall gewesen ist. Ich weiß nur, dass Ben-Rainer Krause im Vorfeld eine positive Rundmail verschickt hat und fröhlich über diese Reportage schrieb. Das klang wesentlich besser, als die Reportage schlußendlich war und TheCall hat anschließend noch eine Stellungnahme zur Reportage veröffentlicht. Da könnte was hinter dem Rücken von TheCall gelaufen sein, andererseits hoffe und glaube ich, dass die öffentlich-rechtlichen sich solchen Quatsch nicht erlauben.
Ich weiß nicht, ob sich TheCall der Rechte gegenüber diesen Reportern bewußt waren.
Ich fand bestimmte Aussagen von Lou Engle bezüglich des Vergleiches zwischen Hitler/Hitlerjugend und “unserem Führer Jesus” und die Jugendlichen von Deutschland nicht angebracht. Andererseits ist das ein typisches Handeln Gottes. Fluch wird in Segen verwandelt. Gott nutzt die schlechte Vergangenheit Deutschlands für das Gute. Das scheint also nur in deutschen Ohren blöd zu klingen, ist aber an sich nicht so krass wie es ankommt.
Zu 3. Reporter vorbereiten und aufklären
Soweit ich weiß, wurden die Reporter gut behandelt und die Leute von TheCall hatten gute Gemeinschaft mit ihnen. Ob das heißt, dass sie wirklich ausreichend vorbereitet wurden, auf das was auf sie zu kam, möchte ich anhand der Ergebnisse bezweifeln. Ich gebe dir Recht! Die Reporter hätten besser vorbereitet werden müssen!!!
Die Sprecherin, welche die Reportage kommentierte war meines Wissens nach auch nie bei den Dreharbeiten dabei.
(Ich kenne diese Fakten, da ich Taufpate für jemanden bin, der in dieser Zeit die Schule besucht hat.)
Zu 4. Trotzdem war die Art und Weise, wie diese beiden Bewegungen verglichen wurden einfach frech und nicht objektiv. Von einer Reportage in den öffentlich-rechtlichen Sendern erwarte ich zumindest den Versuch objektiv zu berichten. Die Stimme der Kommentatorin ist aber von Beginn der Reportage an manipulativ (wirklich im Sinne der Wortbedeutung) und zielt darauf hin, TheCall als “rechte Bewegung”, als Fanatiker und als gefährliche Bewegung zu brandmarken.
Klar haben wir keine Selbstmord Attentäter aber den Glauben zum Fundament nehmen und das Leben drauf begründen. Stimmt doch.
Aber die Absicht hinter diesem Vergleich ist doch fast schon klar oder? Glaubst du wirklich, sie haben diese Bewegung mit funamentalistischen Moslems nur aus Naivität gemacht? Ich denke doch, dass damit TheCall in die gleiche ideologische Ecke gedränkt werden sollte.
Zu historisch-kritischer Theologie:
Das mag deine Meinung sein, allerdings glaube ich das dies ein Vorurteil ist. Und wirklich sagen kann man es nur wenn man mal historisch kritischer Theologe war. ( Dies ist allerdings der Kommentar eines Nichtbibelschülers und nicht Theologen.)
Wie ich bereits schrieb, haben wir hier schon genug über diese Methode gelernt, um sie generell abzulehnen. Und damit meine ich nicht nur irgendwelche üblichen Gerüchte innerhalb der evangelikalen Bewegung. Ich meine damit Fakten und Auszüge aus hist./krit. theol. Büchern. Nur mal ein Beispiel: Mose konnte nicht der Verfasser der Mosebücher sein, da er nicht schreiben konnte. Bitte? Mose wurde in allen Fertigkeiten der Ägypter erzogen. Und die Ägypter konnten durchaus schreiben. (Natürlich ist die Frage, wer weitergeschrieben hat, nach dem der Tod Mose beschrieben wird und die Bücher noch nicht abgeschlossen sind. Aber die Begründung, welche ich gerade nannte, ist oberschwach.
- TheCall bildet Teens und Jugendliche zu Missionaren, Heilern und letztendlich Märtyrern aus.
Zu was bildet The Call die Leute dann sonst aus. Wohl doch nicht zu wischiwaschi Christen oder?
Auch hier ist die Absicht hinter diesen Kommentaren fast klar. Wenn ich heute im Zusammenhang mit einer religiösen Organisation von Märtyrern spreche, dann wecke ich in den meisten Zuschauern sofort die Azosiation mit islamischen Selbstmordattentätern. Missionar ist ein ähnlich negativ belegter Begriff. Allerdings gebe ich dir hier Recht. Die Leute werden wirklich zu Missionaren ausgebildet. Die Ausbildung zum Heiler ist allerdings falsch. Es wird darüber gelehrt, wie man für Heilung beten kann. Das war ein Workshop von vielen, welche angeboten wurden.
- TheCall macht sich die leichte Beeinflußbarkeit der Jugendlichen zu Nutze.
Ja macht es. Macht aber Hiphop und Coca Cola genauso. Nicht umsonst gilt die Zielgruppe Jugendlicher in der Werbung als die erfolgversprechendste.
Doch aber nicht in der “bösen Absicht”, wie es in dieser Reportage hingestellt wird. TheCall wird als Verführer der Jugend präsentiert. (Aber da Jesus auch schon als Verführer des Volkes bezeichnet wurde, steht TheCall da ja in einer guten Tradition.)
6. Zu deiner 2. Antwort auf Stan. Mal ehrlich glaubst du das jemand mit deinem Hintergrund mit deiner Erfahrung und deinem Wissen noch eine Veranstaltung wie TheCall mit die Augen von nichtchristlichen Reportern nachvollziehen kann?
Nein, aber mich stört nach wie vor, dass die Kommentatorin nicht persönlich anwesend war und die Reporter welche anwesend waren, eigentlich so behandelt wurden, dass sie einen wesentlich positiveren Bericht hätten bringen können. Zumindest neutraler als geschehen.
PS: Frank, ich hatte Dir ne SMS zum Geburtstag geschickt. Aber scheinbar hatte ich noch ne alte Handynummer. Oder hast du sie bekommen?
Wednesday, 30. November 2005 16:31
historisch-kritische Methode ist NICHT generell abzulehnen.
sondern man setzt die verschiedenen Ideen einfach in einer Art und Weise ein, dass sie der Bibel gerecht werden.
Im Einzelnen:
Textkritik:
das ist das Einzige, was von den meisten Evangelkikalen sowieso 1:1 übernommen wird.
(außer den Verfechtern des “Textus Receptus” bzw. “KJV-only”.. www.luther-bibel-1545.de ..solche Leute)
Aber Textkritik ist auch noch keine Bibelkritik.. sondern hier geht es lediglich darum, aus allen überliefrten handschriftlichen Manuskripten den am wahrscheinlichsten Originaltext zu rekonstruieren.
Literarkritik:
Die Literarkritik untersucht den biblischen Text im Hinblick auf seine schriftlichen Vorformen, Vorlagen und Quellen. (wikipedia)
… auch als “Evangelikale” kann man sowas machen.. z.B. mit Genesis. Da lebte Mose noch nicht. Aber was waren seine Quellen?
kanonkritik:
warum ist ein Buch der Bibel in der Bibel? warum sind es andere Bücher nicht?
Formkritik:
Die Formkritik untersucht den biblischen Text im Hinblick auf seine Textgattung. Statt Formkritik sind auch, mit leichten Bedeutungsnuancen, die Begriffe Formgeschichte und Gattungskritik gebräuchlich. (wiki)
Es ist hilfreich, sich damit zu beschäftigen, was für eine literar. gattung ein text hat.
Traditionskritik:
..ist die Frage: Wie war der Weg eines textes bis zur schriftl. Aufzeichnung?
Hierbei ist viel Spekulatives.. aber es ist auch eine Frage, die man als Christ stellen darf..
Übersetzungskritik:
ach, seht selbst.. Übersetzungskritik/wikipedia
Die grundsätzlichen Fragestellungen der HKM sind auch für die evangelikale Exegese interessant..
..allerdings ist manchmal außer der Fragestellung an sich nicht viel des hkm-Materials zu gebrauchen.
Wednesday, 30. November 2005 16:42
Hmmm, okay. Mag sein. Grins. Aber war ja auch nicht wirklich das Thema in dieser Diskussion. Wurde ja nur nebenbei erwähnt.
Thursday, 1. December 2005 16:41
@Tom … du sprichst immer davon, dass du eine mehr neutralitaet des beitrages erwartet hast. Aber was bedeutet Neutralitaet in diesem konkreten Fall wirklich. Meiner Empfinden nach hast du erwartet ein positiveres Bild des ganzen gezeichnet zu bekommen. Aber waere es nicht auch vorstellbar, dass dieser Artikel neutral gewesen ist und du ihn (weil du selbst nicht neutral und objektiv bist) und nur nicht so bewertest… das ist nur ein gedankenspiel, aber ich finde die Frage interessant, wer definiert war neutral und objektiv ist… Objektivitaet ist meiner Ansicht nach ohnehin eine Illusion, bestenfalls eine umfassenden und differenzierte Sichtweise auf dinge ist erzielbar.
Tuesday, 3. January 2006 0:25
Leute, Ihr habt alle einen Knall!
Thursday, 5. January 2006 16:38
Könnt ihr euch vorstellen, dass man Angst vor The Call hat? Ich habe sie. Wenn ich solche Massen einheitlich ausgerichteter Menschen sehe, die, zumindest zeitweise, ihre Individualität und damit ihr Denken aufgegeben haben, kann ich nicht anders. Viel zu leicht sind die zu steuern und für jedes Zeil wohin wird sich eine Begründung finden lassen.
Ich habe auch Angst vor dem gegenwärtigen Erstarken des Christentums. Denn ihr wollt allen euren Glauben aufzwingen und haltet euren für den einzig richtigen.
Aber ich verstecke mich nicht, wenn ich Angst habe. Ich bekämpfe sie und die, die die Angst auslösen. Und ich bin sicher, da geht es nicht nur mir so.
Tuesday, 10. January 2006 14:44
kann man diese reportage irgendwo runterladen? ich bin lehrer und würde diese gerne meiner klasse zeigen
Wednesday, 11. January 2006 10:46
…siehe links hier in den kommentaren..
Saturday, 21. January 2006 20:57
Zum Bericht über den Film: Kritischer Journalismus ist ein wesenticher Teil unserer demokratischen Kutur und unseres Rechststaates. Meinungsfreiheit und Religionsfreiheit sind untrennbar. Ich will nicht, daß nach meiner Predigt mich einige Herren am Kirchenportal verhaften dürfen. Deshalb verstehe ich überhäupt nicht, daß Szenen mit Zungenreden nicht gefilmt werden dürfen. Ein Gottesdienst hat einen öffentlichen Charakter. Ansonsten ist es eine übble Sekte, die was zu verbergen hat. generell: Es gibt nicht das Christentum, sondern viele Formen von Christentum. Es gibt auch linke Christen wie den Bund religiöser Sozialisten oder die Arbeitsgemeinschaft der Christen bei der PDS. Es gibt konservative Christen wie die Adventisten, die alle Formen von Spiritualiät ( Zungenreden z.B. ablehnen) und solchen Formen hart kritisieren. Wenn ich als Soziologe eine neue religiöse Bewegung beschreibe und analysiere, dann verwende ich meine üblichen kritischen Methoden. Wissenschaft ist in seinen Methoden immer atheistisch, sonst betreibt man Ideologie.
Wednesday, 15. February 2006 15:47
Guten Tag, alle miteinander! Meine Anfrage an die Jugendlichen in der neuen Jugendbewegung: “Weshalb schreit Ihr in Euren Versammlungen dermaßen laut herum? Wen wollt Ihr übertönen?” Ich habe in der Bibel an keiner Stelle gelesen, dass der Heilige Geist sich in Höllenlärm äußert! - Es enthält allerdings diese Bewegung, wie immer in der Geschichte, eine Anfrage an die großen Kirchen. Zum Beispiel die evangelische Kirche erträgt evangelisierende PfarrerInnen nicht, die werden tot gemacht (und die katholische…). Da ist es mal wider kein Wunder, dass sich außerhalb der Kirchen ein Tummeln entwickelt, das allerdings Besorgnis erregende Komponenten enthält.
Thursday, 16. February 2006 23:47
@Carmen Roman
Ich hab da mal ein paar Bibelstellen rausgesucht, in denen es darum geht, dass Gott laut gepriesen wird oder wo um Hilfe geschrien wird. Außerdem werden wir Gott im Himmel seeehr laut preisen (siehe Offenbarung).
Ich möchte auch an Lukas 19 erinnern, wo Jesus in Jerusalem einzieht. Er wird aufgefordert, seine Nachfolger zum Schweigen anzuhalten. Darauf antwortete er, wenn sie schweigen, dann schreien die Steine.
Die Holy Revolution School gründet sich unter anderem auf Joels Ruf: “Heiligt ein Fasten, ruft einen Feiertag aus! Versammelt die Ältesten, alle Bewohner des Landes, zum Haus des HERRN, eures Gottes, und schreit zum HERRN um Hilfe!” (Joel 1,14)
Wie gesagt, wenn wir nicht aufstehen und dem Herrn in den Ohren liegen, werden es die Steine tun.
Falls es nicht ganz klar ist, worüber man alles schreien kann: Abtreibungsrate in Deutschland (jährlich ca. 200000 Tötungen entsprechen der Größe von Chemnitz), Gottlosigkeit, Sexuelle Verirrungen, Scheidungen, etc.
Positives, worüber man schreien und jubeln kann:
wenn man Jesus persönlich kennt;
dass Gott am Ende sowieso gewinnt;
Religionsfreiheit; Heilung; etc.
Hier nun die versprochenen Bibelstellen.
“Lauter als die Wasserverteiler zwischen den Tränkrinnen sollen sie dort besingen die Heilstaten des HERRN, die Heilstaten an seinen Landbewohnern in Israel. Da zog das Volk des HERRN hinab zu den Toren.”
(Richter 5,11)
“Und die Leviten, von den Söhnen der Kehatiter und von den Söhnen der Korachiter, standen auf, um den HERRN, den Gott Israels, zu loben mit überaus lauter Stimme.”
(2 Chronik 20,19)
“… und sie schrieen mit lauter Stimme um Hilfe zu dem HERRN, ihrem Gott.”
(Nehemia 9,4)
“Horche auf die Stimme meines Schreiens, mein König und mein Gott; denn zu dir bete ich.”
(Psalm 5,3)
“Die Augen des HERRN auf die Gerechten und seine Ohren auf ihr Schreien. ”
(Psalm 34,16)
“seine Frommen sollen laut jubeln.”
(Psalm 132,16)
“Schrei laut um Hilfe zum Herrn, stöhne, du Tochter Zion! Laß wie einen Bach die Tränen rinnen Tag und Nacht! Gönne dir keine Ruhe! Dein Augapfel stehe nicht still!”
(Klagelieder 2,18)
“Und ich sah: und ich hörte eine Stimme vieler Engel rings um den Thron her und um die lebendigen Wesen und um die Ältesten; und ihre Zahl war Zehntausende mal Zehntausende und Tausende mal Tausende, die mit lauter Stimme sprachen: Würdig ist das Lamm, das geschlachtet worden ist, zu empfangen die Macht und Reichtum und Weisheit und Stärke und Ehre und Herrlichkeit und Lobpreis.”
(Offenbarung 5,11.12)
“Nach diesem sah ich: und siehe, eine große Volksmenge, die niemand zählen konnte, aus jeder Nation und aus Stämmen und Völkern und Sprachen, stand vor dem Thron und vor dem Lamm, bekleidet mit weißen Gewändern und Palmen in ihren Händen. Und sie rufen mit lauter Stimme und sagen: Das Heil unserem Gott, der auf dem Thron sitzt, und dem Lamm”
(Offenbarung 7,9.10)
“Nach diesem hörte ich wie eine laute Stimme einer großen Volksmenge im Himmel, die sprachen: Halleluja! Das Heil und die Herrlichkeit und die Macht unseres Gottes!”
(Offenbarung 19,1)
Monday, 20. February 2006 12:48
Hallo, liebe Leserinnen und Leser! Ich ahnte es: wenn überhaupt jemand antwortet, dann meldet er sich anonym. Wie man überhaupt auf vielen Internetseiten ein vollständiges Impressum vermißt. Und dann werden Bibelworte zitiert, denn man hat “gelesen” was in der Bibel steht. Der oben aufgeführte Umgang mit der Bibel entspricht dem typischen Verhalten der Irrlehrer: Die Bibel wird, bildlich verglichen, ausgerollt wie ein Pizzateig: Da liegt alles platt nebeneinander: Die Tomaten neben dem Schinken auf der selben Ebene wie die Pilze. Dann wird wild drauflos zitiert, als hätten alle Teile der Bibel das selbe Gewicht und es wird zitiert, um das eigene Verhalten zu rechtfertigen. Tatsächlich ist es untragbar, dass sich irgend jemand heute gleichsetzt mit dem Alten Israel! Für Christen hat die Bibel einen Mittelpunkt: Jesus Christus. Und dann müssen die Bibeltexte AUSgelegt werden, nicht etwa ein-gelegt, was einem gerade in den Sinn kommt. Und Sie müssen einer Theologin nicht vorlesen, was in Joel 1, 14 steht: saak, das heißt: “rufen zu jemandem” im Sinne von Beten. Tun Sie das getrost, denn Gott hört auch die Anonymen. Gruß von Carmen Roman
Monday, 20. February 2006 13:42
Liebe Schwester Roman,
aus Ihren Kommentaren lese ich ein paar Dinge heraus, die mir persönlich zu denken geben. Bitte korrigieren Sie mich, wenn ich hier einfach nur einem Mißverständnis erlegen bin. In Ihrer Funktion als “Theologin” scheinen Sie sich über andere Mitchristen zu erheben und diese zu belehren. Ihre Aufgabe ist es jedoch meiner Meinung nach, die “normalen Christen” in einer Art und Weise zu lehren bzw. zu unterweisen, dass diese die Inhalte der Bibel verstehen, tiefer erforschen und vor allem praktisch anwenden lernen. Jede andere Vorgehensweise der Theologie, besonders in Deutschland ist meines Erachtens nach schlichtweg “verkopft” und geht in die Irre. Ihnen werfe ich keine Verkopfung vor. Ihr Text (aus dem ich ja weder Motiv, Mimik noch Betonung herauslesen kann) erscheint mir jedoch belehrend, stolz und Sie scheinen zu einem Rundumschlag auszuholen. Teilweise lese ich sogar Spott aus Ihren Worten. Wie gesagt, ich bitte ausdrücklich um Korrektur, wenn Sie das anders gemeint haben.
“Franz” erschien Ihnen leider als anonym. Er ist ein Freund von mir und hat hier schon öfter Kommentare hinterlassen. (Franz, bitte hinterlass doch beim Kommentare schreiben eine email-adresse unter der man Dich erreichen kann. Danke!) Besonders hervorheben möchte ich aus seiner Antwort noch einmal folgende Dinge:
Ich habe noch nicht ganz begriffen, was Sie an dem Schreien stört. Liegt hier eine versteckte Furcht vor Massenhysterie vor oder welchen Grund haben Sie dafür, sich am Schreien zu stören? Wenn es die Angst vor Massenhysterie ist, bin ich der Meinung dass die Initiatoren von “Holy Revolution School” aus reinen (ja heiligen), ernsten und liebevollen Motiven heraus so handeln wie sie es eben tun und es ist nicht ihre Absicht irgendjemanden zu verführen oder in die Irre zu leiten. Ich kene selber “Absolventen” dieser Schulungen und bin der Meinung, dass diese in einem hohen Maß zu Eigenverantwortlichkeit in ihrem christlichem Leben und zu Abhängigkeit von Gott angeleitet wurden. Was die Teenager, Jugendliche und teilweise Erwachsene dann daraus machen ist zuerst Gottes Verantwortung, dann ihre eigene und die der Erziehungsberechtigten bzw. die ihrer Heimatgemeinden und Hauskreise.
Allgemeines zum Thema Theologie
Theo - Logie = Die Lehre von/über Gott ist ja vom Ursprung her erstmal nicht christlich. Dieser Begriff wurde jedoch von Apologeten übernommen. Damals wurden Menschen als Theologen bezeichnet, deren Lehre Gott im Mittelpunkt hatte. Leider wurde das in Deutschland an vielen Stellen arg verschoben. Ich bin glücklich in einer Schule zu studieren, an der die Bibel noch als inspiriert gilt und ich zum Beispiel die historisch-kritische Methode nur als eine weitere Facette der Theologie kennenlerne und nicht als die einzig gültige. Allerdings lese ich aus Ihrer Homepage heraus, dass Sie auch nicht unbedingt eine Theologin sind, welche ausschließlich aus dem Bereich der HKM kommt. Allgemein bin ich jedoch der Meinung, dass die “offizielle” Wissenschaft der Theologie in Deutschland an einem bestimmten Punkt stehen geblieben ist und da völlig im Dunkeln steht. Ja sie hat sogar das Potential eine Menge Menschen ins Verderben zu senden, weil Pfarrer und Pfarrerinnen ausgebildet werden, die nicht mehr glauben, was im Wort Gottes steht bzw. die Bibel nicht einmal mehr als Wort Gottes ernst nehmen. Das ist ALLGEMEIN gesagt und nicht auf Sie persönlich bezogen. Aber das wollte ich trotzdem mal gesagt haben.
Zum Abschluß:
Gottes Weisheit ist geprägt von Einfachheit.
Die Menschliche Klugheit ist oft geprägt von Komplexität.
Saturday, 25. February 2006 21:24
Der einzige Mensch, der hier anscheinend noch richtig ist im Kopf, ist mein Vorredner. Ich beschäftige mich nun schon längere Zeit mit solchen Leuten, weil mein Bruder vor Kurzem auf eine Bibelschule ging und mir das Ganze immer unheimicher wird. Er ist ja immerhin mein Bruder und ich liebe ihn sehr, deshalb gehe ich manchmal mit zu Gottesdiensten. Als ich den Film “Jesus junge Garde” gesehen hab’, kam mir dieses ganze Getue gleich bekannt vor. Das Gute ist, die meisten dieser Leute erkennt man sofort, wenn sie den Mund aufmachen - alle haben die gleiche biblische Ausdrucksweise. Mir ist es ehrlich gesagt egal, was erwachsene Menschen glauben oder wie sie glauben. Was mir gewaltig auf den Geist geht ist, wie sog. “freie” Christen (hab’ noch nie geistig unsebstänigere, beschränktere Leute kennen gelernt, unter Freiheit verstehe ich was ganz anderes)ihren eigenen Kindern den Glauben aufzwingen. Solche Kinder haben nie eine Chance, sich wiklich frei zu einem oder auch keinen Glauben bekennen. Sowas ist für mich PSYCHISCHE GEWALT vom Feinsten. Leider sehe ich das an meiner Schwägerin, die angeblich die “richtige” christliche Erziehung genossen hat. Sie ist ein wirklich netter Mensch, ich mag sie sehr sehr gern, aber sobald es um den Glauben geht, erkenne ich sie nicht wieder. Das passt alles nicht so richtig zusammen - die Leute kommen mir so unecht, so unauthentisch vor. Und anstatt sich dann mal mit solchen kritischen Bemerkungen wirklich selbstkritisch auseinanderzusetzen wird überhaupt nicht mehr darauf geantwortet (wie hier)oder sofort wieder mit irgenwelchen Bibelzitaten zurückgeschossen - merkt ihr eigentlich gar nichts mehr? Ihr verletzt doch laufend eure eigenen Gebote.
Das Schlimme ist, dass die Leute auf diese subtile Missioniererei in Scharen hereinfallen. Und alles alles glauben, was diese christliche Industrie (das ist ein Riesengeschäft) ihnen in wunderschönen Büchlein und Filmchen und und und vorkaut und vorgaukelt.
Ich schließe mich dem Schlussstatement von Stephan oben an. Auch Bush’s Kreuzzüge werden weitergehen und er, der sich Christ nennen darf, beruft sich auch noch auf Gott, also Jesus, wenn er seine Truppen zum Töten schickt.
Gott, ich muss aufhören, darüber nachzudenken, sonst könnte ich k…… das ist alles so paradox!
Thursday, 9. March 2006 14:45
Ich wollte eigentlich nur mal schauen, ob die Reportage wiederholt wird. Und zack, so schnell stößt man auf die Realität.
Mit wenig Zeit ausgestattet will ich diese großen Vorreden nicht ausklamüsern, nur eins: Der Satz: “wenn ich einen Muslim sehe, dann muss ich für ihn beten”, beinhaltet so viel Intoleranz und Selbstbezogenheit, soviel Ausgrenzung und Anspruch auf Wahrheit, dass daraus nichts Gutes entstehen kann.
Da braucht man doch nicht lange nachzudenken!!
Wer beim beten schreien will, soll schreien, wer gegen etwas protestieren will, soll protestieren, aber wer glaubt selbst heilen zu können, besser als andere zu sein, außer sie folgen dem selben Pfad wie er selbst, ist nicht auf dem Weg Gottes!
Woher ich das weiß? Nicht von Gott selbst, er hat weder mir heute mittag gesagt, dass ich das schreiben soll, noch hatte ich eine Erscheinung. Ich benutze einfach das wunderbarste Geschenk Gottes: meinen eigenen Willen und meinen Verstand. Und den Anspruch andere zu akzeptieren, so wie sie sind. Aber natürlich setzt diese voraus, dass man selbst akzeptiert wird.
So einfach und doch so schwierig…
Saturday, 22. April 2006 1:30
Hallo!
Habe den Film zum Runterladen auf meiner Homepage, falls es noch interessiert (70 MB), allerdings nicht für immer:
http://glaubeundtheologie.de/fundamentalismus.html
Das Link zur The Call-Webseite ist übrigens:
http://www.thecallberlin.de/
Sunday, 27. May 2007 2:34
Es gibt keinen GOTT, und wenn doch wird es diesen armen Irren auch nicht helfen sich zusammen zu rotten um mit ihm zu kommunizieren!
Tuesday, 6. November 2007 11:53
Bei einer solchen Bewegung wie “the Call” ist es wirklich nicht einfach einen guten Bericht wiederzugeben; da die Bewegung an sich schon sehr umstritten ist und mir stellt sich die Frage, ob es überhaupt möglich ist, für die Öffentlichkeit einen guten Bericht zu liefern. Hoffe mal, dass wie gesagt Gott die Reportage gebraucht hat.
Friday, 25. April 2008 21:09
Hey Leute. Man kann ein Thema auch kaputtreden. - Es gibt im Grunde auf der ganzen Welt meist recht merkwürdige Gestalten oder Organisationen, die auf merkwürdigen Wegen wandeln. FAKT aber ist, das mir solche Christen bei weitem lieber sind, als islamistische Fanatiker, die selbst einfache Menschen lieber lynchen, als Tolerant gegenüber anderen Menschen und Religionen zu sein!
Es sollte besser eine Thematik wie die zunehmende ISLAMISIERUNG Europas diskutiert werden, als sich mit solchen unwichtigen Gruppierungen unnötig aufzuhalten.