Friday, 28. September 2007 21:05
Kürzlich las ich einen Blogeintrag von Haso, in welchem er unter anderem schrieb:
“Ich habe im Verlauf meines Lebens festgestellt, dass ich mit dieser Gabe den Geist Gottes da erkennen kann, wo er nach meiner Theologie eigentlich nicht sein dürfte oder wo negative Begleitumstände es mir natürlicherweise schwer machen, ihn zu entdecken. Kurz gesagt, ich benutze diese Gabe, um Gutes zu finden.
Die erste Gemeinde war nur durch diese Gabe fähig, ihre theologischen Begrenzungen zu durchbrechen. Drei Jahre mit Jesus hatten nicht bei allen Jüngern gereicht, einen gewissen “Judaismus� zu überwinden. Immer noch hielten viele es nicht für möglich, dass man Jesus ohne Synagoge erfahren konnte. Ihre Theologie und ihr Verständnis des AT hatten keinen Raum für “Heidenchristen�.
Die Öffnung geschah nicht durch Bibelstudium. Sie kam durch die “Unterscheidung der Geisterâ€?. Die biblische Begründung wurde erst nachträglich gefunden. Petrus ging zu Cornelius und stellte fest, dass der Heilige Geist auf die römischen Zuhörer kam. Jahre später konnte er mit der Erinnerung an diese Erfahrung den theologischen Mob beruhigen (Apostelgeschichte 15,5-11). Erst danach lieferte Jakobus die entsprechende biblische Begründung (Apostelgeschichte 15,15-18).”
Ich finde das einen guten Ansatz. An zu vielen Orten, in zu vielen Gemeinden und in zuvielen Konversationen unter Christen liegt der Fokus auf dem negativen, werden (imaginäre oder reale?) Dämonen gejagt und alles und jeder runtergeputzt, das/der nicht ins Glaubenskonzept des Kritisierenden passt. Ermutiger braucht das Königreich Gottes auf Erden. Lasst uns (also mich eingeschlossen) umkehren und wieder zurück kommen zu einem kindlichen Glauben und Vertrauen (im Koiné-Griechischen ein Wort) in unseren Himmlischen Papa, seinem Sohn Jesus Christus und dem in uns wohnenden Heiligen Geist.
Auf Ihn ist Verlass und in Ihm haben wir keinen Grund zum meckern, wenn wir nur darauf achten, dass wir uns nicht zu sehr in Argumentationen, Kritiken, Fehler- und Dämonenjagd und etc. verstricken lassen. Wenn wir uns statt dessen in Seine Arme fallen lassen und Zeit mit Ihm verbringen. Gott ist nicht (nur) dafür da, unsere Probleme, Fragen und Zweifel zu hören, auch wenn Er sich die ganze Ewigkeit Zeit nimmt, uns in allem zuzuhören. Er verändert uns gern von Herrlichkeit zu Herrlichkeit, wenn wir Ihn nur an uns ran lassen!
Ich will hier keine neuen Regeln aufstellen, aber ich ermutige Dich, Dich mal einem Selbsttest zu unterziehen…! Notier irgendwo eine Zahl oder einen simplen Strich, wenn Du Dich wieder mal darauf eingelassen hast jemanden oder etwas zu kritisieren oder Dich sonst irgendwie auf die Suche nach Negativem zu begeben. Und dann verpflichte Dich selbst hierfür an mindestens 3 Gelegenheiten jemanden zu ermutigen, etwas Positives in seinem/ihren Leben aufzuzeigen bzw. jemanden zu helfen. Heile jemanden, anstatt seine ungesunde Lebensweise zu kritisieren. Verbringe Zeit mit jemandem, statt hinter seinem Rücken über ihn zu schwätzen. Kauf nem Bettler was zu Essen, anstatt zu denken “such dir ne Arbeit”. Gib Zeugnis über gute Erlebnisse mit Gott, anstatt die BILD-Zeitung zu lesen und die Schlagzeilen anschließend weiterzugeben. usw.
Du wirst schnell feststellen, dass Deine “geistliche Nase” immer sensibler für das gute Wirken Gottes an den seltsamsten Orten wird! Und so lebt es sich wesentlich angenehmer, als wenn man immer nur checkt wo’s stinkt!
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