Gratis USB Stick mit Durchsuchungsbefehl?
Friday, 22. June 2007 13:22
In der aktuellen Ausgabe des Magazins ix las ich folgendes:
“Rund 400 Besucher kamen Ende Mai nach Bonn zum “Jubiläumskongress” des Bundesamtes für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI), der in diesem Jahr unter dem Motto “Innovationsmotor IT-Sicherheit” stand. Eigens zur Eröffnung war Bundesinnenminister Schäuble angereist. […] Er setze sich für Onlinedurchsuchungen ein, so der Minister. Allerdings dürfe eine entsprechende Sicherheitssoftware keine Lücken aufreißen und nicht durch Dritte missbraucht werden. Für einen “Ausgleich” der Interessen werde er sich bei der Gesetzgebung persönlich einsetzen. […] Das BSI-Gesetz, so war auf der Veranstaltung mehrfach zu hören, werde derzeit diskutiert und geändert. Details waren aber noch nicht zu erfahren. […] Dem Datenschützer [Anmerk.: Bundesdatenschützer Peter Schaar, vertreten durch Johannes Landvogt] selbst schweben noch ganz andere Wege zur Onlinedurchsuchung vor, etwa über geschenkte USB-Sticks, den neu gelieferten Laptop, den aus der Reparatur zurückgekommenen Rechner, und und und … Alle Varianten werfen viele rechtliche Fragen auf.” ***
Das ist die deutsche Realität. Ich bin dann mal gespannt, was mich im “BigBrother-Land” Großbritannien so erwartet. Auf jeden Fall habe ich schon mal mehrere Kameras direkt in Wohnungsnähe, welche das gesamte Wohnviertel 24 Stunden überwachen und in alle Richtungen schwenkbar sind. Über die Zoom-Möglichkeiten dieser Geräte möchte ich mich gar nicht erst auslassen. Habt ihr gewußt, dass zum Beispiel in London [1 Überwachungskamera pro 14 Einwohner] die Bilder von Überwachungskameras in einen eigens hierfür eingerichteten Fernsehsender eingespeist und die Bürger dazu aufgefordert werden, der Polizei verdächtige Geschehnisse zu melden?
Es ist erschreckend, was für ein hohes Missbrauchspotential das Ganze birgt. Aber hier sieht man wieder mal, dass man die Welt ohne Gott nicht sicherer machen kann. Jedes menschliche Mittel welches Gott ausklammert, wird letztlich an der menschlichen Bosheit scheitern. Klingt platt. Ist aber in gewisser Weise so. Wobei ja auch gemeindliche Kreise von “Überwachung” in kleiner oder großer Form nicht ausgeschlossen ist. Das Sammeln von Informationen ist ja auch nicht immer schlecht. Aber wie bereits oben beschrieben, ist der Missbrauchsfaktor hoch.
*** Quelle: ix Magazin für professionelle Informationstechnik, Ausgabe Juli 2007
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